Ein Blog, eine Frau und ein viel zu großes Mundwerk

Unterwegs auf Krk

KRK – die Insel im Norden Kroatiens

Hach, Kroatien… long time no see, my old friend.  

Kroatien, KRK - Ostseite der Insel

Nach Kroatien zu fahren, bedeutet für mich immer wieder ein Stück nach Hause zu kommen. Begründet durch die kroatischen Wurzeln meiner Großeltern, war Kroatien für mich in Kindheitstagen immer  d e r  ultimative Urlaubsort. Ich kann gar nicht zählen wie oft ich in meinem Leben, in diesem kleinen Fischerdorf in Dalmatien und in der Adria schwimmen war. Vor fünf Jahren allerdings war ich zu gesättigt – hatte keine Lust mehr, meinen Urlaub an dem immer selben Ort zu verbringen. Dieses Jahr hat mich die Sehnsucht allerdings wieder gepackt. Die Sehnsucht nach dem Geruch von Nadelbäumen und Meerwasser. Die Sehnsucht nach Ćevapčići, einem kalten Kruškovac, laue Sommerabende, im glasklaren Mittelmeer zu schwimmen. 

…und nicht zuletzt die Sehnsucht nach einer frischen Scheibe Weißbrot beschmiert mit Lino-Lada (und zwar halb-halb!).

Also Sachen packen, auf in den Flieger und ab nach Rijeka! Von dort in den Mietwagen gesetzt und die dreiviertel Stunde runter zur Stadt Krk gefahren. Auspacken, ankommen, das Meer begrüßen und ein kaltes Grejp-Pivo trinken.

Unsere Home-Base für die nächsten zwei Wochen sollte ein kleines Apartment in der Stadt Krk sein. Mit Dusche, Küche und sehr dünnen Wänden.

Vrbnik, Krk, Krotien
das kleine verschlafene Dörfchen Vrbnik 

ich möchte vorweg noch erwähnen, dass wir in der  Nachsaison „Ende September bis Anfang Oktober“ dort waren. Der größte Vorteil daran ist nämlich, dass die Massen an Touristen bereits weg sind. Der größte Nachteil daran ist allerdings, dass viele Restaurants bereits geschlossen haben. Wer aber kein Problem damit hat keine 35°C zu haben und wem Rentner-Gruppen nichts ausmachen, ist hier genau richtig. 

Krk Kroatien
Krk Brücke
Krk ist die nördlichste und eine der größten Adriainseln in der Kvarner Bucht. Zu erreichen ist die Insel mit dem Auto über eine Meeresbrücke, oder per Fähre. Zusätzlich befindet sich im Norden der Insel der Flughafen Rijeka.

Ich möchte mir nicht ausmalen, wie voll Krk in der Hochsaison sein muss. Krk ist, genauso wie der Rest der kroatischen Strand-Gebiete für Touristen ausgelegt. Restaurants reihen sich an Souvenir-Läden, Bars und Boutiquen. 

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Hochsaison hier nur überlebt werden kann, wenn man kein Problem damit hat, wie die Sardinen am Strand zu liegen. Für mich, ist das allerdings nichts. Ich hab einfach keinen Bock auf die Massen an Menschen, die ich genauso Zuhause sehen und verstehen kann. 

Aus der Historie haben die Kroaten eine besondere Verbindung zu den Deutschen – und die Deutschen zu den Kroaten. Vor den Balkan-Kriegen, war Kroatien wie Mallorca heute – voll mit Deutschen. Andersrum sieht man es aber genauso. Fährt man durch die Dörfer im Inland hört man wiederkehrend: das Haus dort ist leer, da die Leute in Stuttgart/München/Frankfurt… sind. 

The church of St. Lucy
The church of St. Lucy, Baška

Wer Bock hat zu wandern, ist hier übrigens auch richtig. Krk hat viele entspannte und anspruchsvolle Wanderwege und die Natur dort ist wunderschön. 

Und wer ein bisschen Aufmerksam ist, begegnet auch tierischen Begleitern:

Und hier nun ein kleines Kroatien 1×1:

Kostenmäßig hält sich hier alles im „Europäischen Rahmen“. 

Die Anreise mit dem eigenen PKW ist definitiv günstiger als ein Flug inkl. Mietwagen. Dafür ist man, je nach Startpunkt, einige Stunden unterwegs, sollte und muss Mautgebühren und Plaketten mit einrechnen und sollte eine ordentliche Verpflegung dabei haben. 

Die Anreise per Flugzeug ist definitiv entspannter – allerdings stehen hier zum Großteil nur Billig-Airlines zur Verfügung. Ob man diese Unterstützen möchte, bleibt einem jeden selbst überlassen. 

In der Regel bucht man sich in Kroatien ein Apartment. 

Inzwischen gibt es auch hier einige Hotels und weitere Angebote. Der klassische Kroatien Urlaub ist aber: Apartment und Selbstverpflegung. 

Die Preise schwanken hier stark je nach Gebiet und Größe der Räumlichkeiten. Schau einfach mal auf den bekannten Buchungsplattformen. Inzwischen ist auch Kroatien in der Neuzeit angekommen und du kannst hier, wie überall auch, einfach Online buchen. 

In Kroatien bezahlt man mit Kuna. 

Im Durchschnitt sind 7,4 Kuna = 1 Euro. 

Dein Geld kannst du entweder in Euro mitbringen und eine Wechselstube aufsuchen (die findet man wirklich an jeder Ecke) oder per EC-/Kreditkarte an ATMs abheben. Bitte schau aber vorher, ob du mit deiner Kreditkarte kostenfrei bzw. kostengünstig im Ausland Geld abbuchen kannst um unnötige Kosten zu vermeiden. 

Die Kroaten lieben Weißbrot!

Mach Dich auf UNMENGEN Weißbrot gefasst! Die Kroaten lieben Ihr Weißbrot und servieren es einfach zu ALLEM und zu jeder Tageszeit.

Frühstück? Mit Weißbrot!

Suppe? Mit Weißbrot!

Muscheln? mit Weißbrot!

Fisch? Mit Weißbrot!

Ein Beilagensalat? Mit Weißbrot!

Ćevapčići mit Pommes? Mit Weißbrot! 

Weißbrot? Mit Weißbrot! 

… wenn es nur nicht so verdammt lecker wäre…

Stanglize 

… oder wie auch immer sie wirklich heißen. Leute, ich weiß ehrlich nicht, wie sie wirklich heißen. Da meine kroatische Uroma die aber immer so genannt hat, heißen sie für mich auch so. 

Stanglize sind längliche und dünne Teigstangen und in wirklich JEDER Bäckerei zu finden.

Der Teig ist ganz leicht süßlich und obendrauf kommt in Fäden ein salziges Käsegemisch. 

Frisch gebacken sind sie außen leicht knusprig und innen weich. Sie sind süß und salzig, einfach lecker und im Prinzip schon wieder Weißbrot…

Kroatischer Wein

Wenn du auf Weißwein stehst, solltest du devintiv den heimischen Weißwein trinken. Als besonders lecker habe ich Grasevina (auf Deutsch: Welschriesling) in Erinnerung. Manchmal etwas trockener, manchmal eher süßer – aber immer lecker. 

… solltest du auf Rotwein stehen und zufällig an der Gegend Rund um Šibenik und Primošten vorbei kommen, solltest du definitiv Babic trinken. Um hier meinen Vater zu zitieren: Babic ist dick wie Öl und nach zwei Gläsern, hast du gut einen sitzen. Ich glaube, das spricht für sich, oder? 

Ess da, wo auch die einheimischen Essen 

ich glaube diesen Tipp muss und sollte man prinzipiell ÜBERALL befolgen um nicht in Tuoristenbuden schlechtes Essen zu einem überteuerten Preis zu bekommen. 

So viel zu meinen Reisen und Kroatien – was habt Ihr diesen Herbst/Winter noch vor? 

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